Probleme herkömmlicher Schutzsysteme

Die Bilder der letzten großen Hochwasserkatastrophen von Oder und Elbe sind allen, die sich mit dem Thema "Hochwasser" auseinandersetzen, hinlänglich bekannt.

Den betroffenen Einsatzkräften werden sie noch lange in Erinnerung bleiben.

Wenn es zum ausgedehnten Hochwasser kommt, das nach langen und ergiebigen Regenfällen, der Schneeschmelze oder nach schweren Unwettern eintritt, treten folgende Probleme auf:

  • Die Vorwarnzeit für Einsatzkräfte beträgt meist nicht mehr als 48 Std. um Gegenmaßnahmen einzuleiten
  • Die Überflutungen treten großflächig auf, so dass an vielen hundert Einsatzstellen gleichzeitig Schutzmaßnahmen vorzubereiten sind
  • Die entgültige Höhe des Hochwasserpegels ist nicht genau bestimmbar
  • Der Personal- und Materialaufwand ist für die Einsatzkräfte eine der größten Herausforderungen in einem Katastrophenfall

Bisherige Erkenntnisse

Mit ungeheurem Personal- und Materialaufwand wird mit Sandsackbarrieren versucht, das Hochwasser zurückzuhalten. Bei Überflutungshöhen von mehr als 30 bis 40 cm stößt dieses System allerdings aus vorgenannten Gründen an seine Grenzen.

Die Vorbereitung für Schutzmaßnahmen sind einfach zu zeitraubend und zu aufwendig.

Der Aufbau der Schutzsysteme muss meist bei schlechter Witterung durchgeführt werden, was eine zusätzliche Belastung für die Einsatzkräfte darstellt. Der Wasserpegel steigt in der Regel schneller als die  Hochwasserbarrieren aufgebaut werden können, so dass es zu Überflutungen des zu schützenden Bereiches kommt.

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